2020

Die apf hat die wichtigsten Punkte der Auslegungsleitlinien der Europäischen Kommission für Fluggäste, sowie aktuelle Sonderregelungen der ÖBB-Personenverkehr für Fahrgäste zusammengefasst. (Stand 28.05.2020)

Mit Urteil vom 30.04.2020 (Rechtssache C-191/19) entschied der Europäische Gerichtshof über die Frage, ob Anspruch auf Ausgleichzahlung besteht, wenn Passagiere von einem Teilflug – dem Zubringerflug – gegen ihren Willen umgebucht werden und deshalb später am Zwischenziel ankommen, jedoch den gebuchten Anschlussflug antreten können und pünktlich das letzte Endziel gemäß Buchung erreichen…

Die von der Bundesregierung verfügten Maßnahmen und Empfehlungen treffen auch die Expertinnen und Experten der apf. Der Empfehlung der Bundesregierung folgend, wurde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der apf weitestgehend Teleworking ermöglicht und empfohlen. Im Büro wird bis auf weiteres ein Journaldienst aufrecht erhalten.

Die Fluggastrechteverordnung regelt unter anderem die Rechte der Passagiere in Fällen von Verspätung und Annullierung. Allerdings bestehen gewisse Ansprüche nur dann, wenn ein einheitlicher Beförderungsvertrag abgeschlossen wurde. Für eine mehrgliedrige Flugreise (Flug mit Anschlussflug bzw. Anschlussflügen) muss dafür eine durchgängige Reservierungsnummer bzw. ein durchgängiger Buchungscode vorhanden sein. Das ist mit der Direktbuchung bei einer Fluglinie oder mit der Buchung über ein Reisebüro gewährleistet, jedoch nicht immer bei der Buchung über ein Online-Portal.

Leider gibt es immer wieder Fälle, bei denen Passagiere doppelt von Flugunregelmäßigkeiten betroffen sind, das heißt beispielsweise, ihr ursprünglicher Flug war annulliert und der Alternativflug unterlag ebenfalls einer Streichung. Uneinigkeit herrscht darüber, ob Passagieren im Fall von Unregelmäßigkeiten bei Alternativbeförderungen erneut ein Recht auf Ausgleichszahlung erwächst. In unserem heutigen Blog-Beitrag informieren wir darüber, welche Rechtsansicht die apf hier vertritt.

Die apf unterstützt – neben Problemen mit Annullierung, Verspätung etc. – auch Passagiere mit Behinderung, wenn etwas schief läuft. Denn Reisende mit Behinderung haben Anspruch auf kostenlose Hilfeleistung durch das jeweilige Bahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugunternehmen bzw. den Infrastrukturbetreiber. Das inkludiert die Hilfe beim Transport zum Verkehrsmittel, Ein- und Aussteigen, Gepäcktransport sowie beim Erreichen des Sitzplatzes und der Toiletten. Grundsätzlich muss der Bedarf 48 Stunden zuvor beim Unternehmen angemeldet werden.

Egal ob längerer Winterurlaub, kurzer Städtetrip oder Geschäftsreise – das sollten Passagiere beachten!

Auf der Homepage der Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte sind Musterbriefe für Beschwerden an Fluglinien abrufbar. Die Musterbriefe wurden auf Basis der EU-Fluggastrechteverordnung (Verordnung (EG) 261/2004) erstellt und weisen die Fluglinie auf Ihre Ansprüche in folgenden Fällen hin: