Wird der Bus annulliert bzw. ist die Abfahrt um mehr als 120 Minuten verspätet, haben Fahrgäste das Recht darauf entweder

    1. Auf die Weiterreise zu verzichten, die kostenfreie Rückfahrt anzutreten und eine (anteilige) Erstattung des Fahrpreises zu beantragen. ODER

    2. Die Fahrt zum ehestmöglichen Zeitpunkt ohne zusätzliche Kosten und unter vergleichbaren Bedingungen fortzusetzen. Bietet das Busunternehmen die Auswahl zwischen Weiterreise und Erstattung des Fahrpreises nicht an, haben Fahrgäste zusätzliche Erstattungsansprüche von 50 Prozent des ursprünglichen Ticketpreises.

    Fluglinien sind verpflichtet, Passagiere über ihre Rechte aktiv zu informieren. Bei der Abfertigung muss ein klar lesbarer Hinweis mit dem laut EU-Fluggastrechteverordnung (EG) Nr. 261/2004 vorgegebenen Text angebracht sein: „Wenn Ihnen die Beförderung verweigert wird oder wenn Ihr Flug annulliert wird oder um mindestens zwei Stunden verspätet ist, verlangen Sie am Abfertigungsschalter oder am Flugsteig schriftliche Auskunft über Ihre Rechte, insbesondere über Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen.“

    Nach Ansicht der apf steht Fahrgästen die Entschädigung von zusätzlich 50 Prozent des Ticketpreises immer zu, wenn das Busunternehmen keine Auswahl zwischen Weiterreise und Erstattung des Ticketpreises anbietet. Aus Erfahrung wissen wir, dass diese Auswahl von den Busunternehmen oft nicht gegenüber den Fahrgästen erwähnt wird.

    Wochen- und Monatsfahrkarten sind so genannte Zeitfahrkarten. Diese berechtigen, eine Verbindung uneingeschränkt oft innerhalb der Geltungsdauer des Fahrausweises zu nutzen. Wochen- und Monatskarten gelten meist auf einer bestimmten Strecke oder für eine bestimmte Anzahl an Zonen eines Verkehrsverbundes.

    Wie melde ich meine Entschädigungs- bzw. Erstattungsansprüche an?

    Hinsichtlich der NIKI Insolvenz ist es wichtig, zwischen Ticketerstattung und Ausgleichszahlung/Entschädigung zu unterscheiden. Forderungen im Zusammenhang mit Ticketerstattungen werden im Insolvenzverfahren in Deutschland behandelt. Forderungen im Zusammenhang mit Ausgleichszahlungen bzw. Entschädigungen gemäß EU-Fluggastrechteverordnung - Flugverspätung, Flugannullierung etc. - sowie Probleme mit dem Gepäck, fehlerhafte Abbuchungen und nicht erfolgte Umbuchungen werden in Österreich abgewickelt.

    Aufgrund der beantragten Insolvenz ist es der apf aktuell nicht möglich neue Schlichtungsverfahren gegen NIKI zu eröffnen.

    In Österreich fahren ungarische Busunternehmen hauptsächlich auf den Strecken Budapest–Wien Zentrum und Budapest–Flughafen Wien. Bei der apf gingen einige Beschwerden über ein ungarisches Busunternehmen ein, das Busfahrten von Budapest nach Wien kurzfristig und ohne ausreichende Information an die betroffenen Fahrgäste annulliert hatte. Da die Reisenden eine alternative Beförderung buchen mussten und dadurch mit zusätzlichen Kosten konfrontiert waren, wandten sie sich an die apf.

    Bei Abflugverspätungen und daraus resultierenden Wartezeiten sind Fluglinien verpflichtet Passagieren unentgeltlich Betreuungsleistungen anzubieten. Das heißt, Snacks, Getränken und – falls notwendig – die Hotelunterbringung und den Transfer zwischen Flughafen und Hotel sowie die Kontaktaufnahme, per E-Mail oder Telefon. Das gilt grundsätzlich, wenn der Abflug

    • bei Flügen bis zu 1.500 km um zwei Stunden oder mehr verspätet ist.
    • bei Flügen innerhalb der EU ab 1.500 km um drei Stunden oder mehr verspätet ist.
    • bei Flügen von 1.500 km bis zu 3.500 km (nicht innerhalb der EU) um drei Stunden oder mehr verspätet ist.
    • bei Flügen über 3.500 km (nicht innerhalb der EU) um vier Stunden oder mehr verspätet ist.

    Gemäß der am 14.12.2017 veröffentlichten Pressemitteilung des NIKI Insolvenzverwalters werden Flugtickets welche innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gekauft wurden erstattet....

    Wer aufgrund einer Behinderung oder eingeschränkter Mobilität Betreuung am Flughafen braucht, erhält diese kostenlos. Der Bedarf sollte nach Möglichkeit 48 Stunden vor Abflug angemeldet werden.

    Fahrgäste sind verpflichtet auf ihr Gepäckstück zu achten. Das gilt auch dann, wenn die Zugbegleiterin bzw. der Zugbegleiter das Abstellen eines Gepäcksstückes auf ein vom Sitzplatz nicht einsehbares offenes Gepäcksregal anordnet.

    Wird ein Gepäcksstück während der Zugfahrt gestohlen, haftet das Bahnunternehmen grundsätzlich nicht. Das hat der OGH vor kurzem entschieden.

    In Österreich fahren ungarische Busunternehmen hauptsächlich auf den Strecken Budapest–Wien Zentrum und Budapest–Flughafen Wien. Bei der apf gingen einige Beschwerden über ein ungarisches Busunternehmen ein, das Busfahrten von Budapest nach Wien kurzfristig und ohne ausreichende Information an die betroffenen Fahrgäste annulliert hatte. Da die Reisenden eine alternative Beförderung buchen mussten und dadurch mit zusätzlichen Kosten konfrontiert waren, wandten sie sich an die apf.