Kontrollen und Strafzahlungen

Wie lange muss ich meine Fahrkarte behalten, bevor ich diese wegwerfen kann?

Die Fahrkarte muss bis zum Verlassen des Bahnsteigs des Zielbahnhofes vom Fahrgast aufbewahrt werden. Kontrollen sind nicht nur im Zug, sondern auch am Bahnsteig zulässig.

Die rechtliche Grundlage ist § 13 Abs. 3 EisbBFG.

Ist es möglich jemanden ohne Ticket bis zum Zug zu begleiten?

Ja, das ist zulässig. Wir empfehlen Ihnen bei Anwesenheit von Kontrollpersonal, diesem möglichst noch vor Betreten des Bahnsteigs Ihre Begleitfunktion für einen Fahrgast mitzuteilen. Die Beweislast, dass Sie den Bahnsteig nicht nur betreten haben sondern auch mit dem Zug gefahren sind, liegt beim Unternehmen.

Die rechtliche Grundlage ist § 13 Abs. 3 und §14 EisbBFG.

Muss ich dem/der Zugbegleiter/-in mein Ticket zeigen und mich ausweisen?

Auf Verlangen des/der Zugbegleiters/-in ist das Ticket vorzuweisen und auch auszuhändigen. Ebenso hat der Fahrgast zur Identitätsfeststellung einen Ausweis vorzuweisen, wenn er/sie über kein gültiges Ticket verfügt.

Die rechtliche Grundlage ist § 13 Abs. 3 EisbBFG.

Muss sich der/die Zugbegleiter/-in ausweisen?

Auf Verlangen des Fahrgastes hin ist der/die Zugbegleiter/-in verpflichtet sich auszuweisen. Das kann durch einen Ausweis oder durch Angabe einer Dienstnummer erfolgen.

Die rechtliche Grundlage ist § 13 Abs. 4 EisbBFG.

Bei einer Kontrolle wurde meine Fahrkarte von der Zugbegleiterin/vom Zugbegleiter einbehalten. Ist das zulässig?

Ja, der/die Zugbegleiter/-in darf Ihr Ticket einbehalten, wenn z. B. der Verdacht auf ein ungültiges Ticket besteht. Er/Sie muss Ihnen die Einbehaltung bestätigen, damit Sie im Falle einer geforderten Strafzahlung (Fahrgeldnachforderung) oder einem Gerichtsverfahren einen Beweis haben.

Die rechtliche Grundlage ist § 13 Abs. 5 EisbBFG.

Ich habe eine Strafe bekommen, die ich als ungerecht empfinde. Muss ich die Strafe einbezahlen?

Eine Strafe bzw. Fahrgeldnachforderung kann grundsätzlich ausgestellt werden. Wenn Sie die Strafe als ungerecht empfinden, können Sie binnen einem Monat Einspruch bei dem betroffenen Bahnunternehmen oder Verkehrsverbund einreichen. Das Unternehmen hat diesen zumindest einmal zu beantworten, bevor weitere Maßnahmen (z. B. Einschaltung eines Inkassounternehmens) veranlasst werden dürfen.

Gelangt Ihre Zahlung nicht fristgerecht ein, muss Sie das Unternehmen einmal mahnen, bevor weitere Maßnahmen gesetzt werden können.

Können Sie nachweisen, dass Sie eine gültige personalisierten Fahrkarte besitzen, muss die Höhe der Strafe reduziert werden (auf maximal 10 Prozent).

Tipp: Nehmen Sie so schnell wie möglich Kontakt mit dem Bahnunternehmen bzw. Verkehrsverbund auf.

Die rechtliche Grundlage ist § 15 EisbBFG.